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WordPress + Google Webmaster Tools

Google liebt Blogs. Denn Blogs sind in der Regel von ganz normalen Menschen wie du und ich geschrieben. Sie spiegeln eine persönliche Meinung wieder und sie sind normalerweise auch für jeden zugänglich. Vor allem aber enthalten Blogs Informationen, die man sonst nicht so leicht findet.

Daher tut Google sehr viel dafür, dass man mit seinen Blog-Einträgen gut auf den Suchergebnisseiten (SERPs, steht für Search Engine Result Pages) gelistet wird. Man kann das aber auch noch unterstützen und vor allem die Geschwindigkeit, mit der die Aufnahme in den Google-Index passiert, verbessern.

Webmastern (also Blogbetreibern) stellt Google die Webmaster Tools zur Verfügung. Diese sind natürlich kostenlos, man benötigt lediglich ein Google-Konto, um sich dafür anzumelden. Die Verifizierung läuft bei den Google Webmaster Tools über eine HTML-Datei, die von Google mit einem bestimmten (eindeutigen) Namen generiert wird. Diese Datei lädt man, so wie sie heißt auf den eigenen Webspace hoch. Dann erfolgt über die Webmaster Tools eine Überprüfung, ob die Datei existiert und schon kann es weitergehen.

Wie verknüpft man nun WordPress mit den Google Webmaster Tools?

Die Basis der Webmaster Tools ist eine Sitemap-XML-Datei. Diese Datei beinhaltet in einer bestimmten Formatierung die Links zu allen Seiten und Beiträgen, die der eigene Internetauftritt bzw. das WordPress-System enthält.
Wenn einer neuer Beitrag oder eine neue Seite erstellt wird, dann muss sich auch die Sitemap-Datei entsprechend anpassen und an die Google Webmaster Tools übertragen werden. Um das nicht jedes Mal von Hand machen zu müssen, gibt es ein hilfreiches Plugin, das man in seinem WordPress installieren kann.

Google (XML) Sitemaps Generator von Arne Brachhold

Mit dem Sitemaps Generator wird nach dem Erstellen von Beiträgen und Seiten die sitemap.xml-Datei jedes Mal neu geschrieben und die Google Webmaster Tools (sowie Yahoo Site Explorer bzw. MSN Webmaster Tools und ASK.com) werden über das Update informiert.

Die Installation des Plugins ist denkbar einfach: ZIP-Datei herunterladen und entpacken. In das Verzeichnis /wp-content/plugins hochladen und im Plugins-Menü aktivieren.
Danach hat man einen neuen Eintrag unter Einstellungen namens “XML Sitemaps“. Hier können noch einige Einstellungen vorgenommen werden. Nachdem das Plugin aber auf deutsch zur Verfügung steht, möchte ich nicht näher auf die Einstellungen eingehen, da sie sehr gut erklärt werden.
Etwas kniffliger sind die Einstellungen für Änderungsfrequenz und Prioritäten, wobei man aber mit den default-Einstellungen ganz gut fährt – es können auch andere Werte ausprobiert werden. Man sollte aber nicht zu experimentierfreudig sein. Also alles auf “stündlich” und “1” zu Stellen ist nicht sehr sinnvoll. Gerade bei der Änderungsfrequenz reicht es, diese auf die eigene Posting-Frequenz einzustellen.

Google Webmaster Tools

In den Webmaster Tools sieht man dann nach einer kurzen Datensammlungsphase, ob die XML-Datei von Google erfolgreich eingelesen wurde und ob eventuell schon Fehler entdeckt wurden.

In der Übersicht findet man eine Zusammenfassung möglicher Crawling-Fehler und man bekommt eine Datumsangabe, wann der Googlebot zuletzt auf die Startseite zugegriffen hat. Außerdem sieht man, ob im Google Index schon Seiten aufgelistet werden und ob diese aus der XML-Datei stammen.

Am interessantesten ist wohl der Punkt Statistiken und dort Die häufigsten Suchanfragen. Man kann hier erkennen, mit welchen Begriffen der eigene Blog gefunden wird und wie häufig die Seite mit diesen Begriffen aufgerufen wurde. Der Zeitraum ist dabei variabel einstellbar.

Ein weiter interessanter Punkt hinsichtlich der Suchmaschinenoptimierung des eigenen Blogs sind die Tools. Man kann sich beispielsweise eine robots.txt Datei erstellen und analysieren, man kann die Crawling-Geschwindigkeit einstellen und man kann URLs entfernen, beispielsweise wenn diese veraltet sind und nicht mehr im Index von Google gelistet werden sollen. Dies kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Beitrag gelöscht wurde oder wenn man die URL umgestellt hat und diese erst noch neu indiziert werden muss.

Alles in allem ist das eine hervorragende Möglichkeit, seinen Blog bei Google bekannt zu machen und zu kontrollieren, ob man oft gesucht und über Google auch häufig aufgerufen wird.

Es gibt noch einige weitere interessante Funktionen, die mit den Google Webmaster Tools ermöglicht werden. Falls noch speziell auf weitere eingegangen werden soll, würde ich um einen entsprechenden Kommentar bitten. Ebenso wenn es Probleme mit dem Plugin Google (XML) Sitemaps Generator geben sollte, kann das gerne per Kommentar gelöst werden.

Autor: Thomas

Thomas beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Blog-Software WordPress. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen und kennt sich sowohl mit dem Backend als auch mit dem Frontend und den vielen Erweiterungsmöglichkeiten aus.

26 Kommentare

  1. Ist wirklich eine sehr gute Möglichkeit seinen Blog gut bei Google zu platzieren. Und vor allem schnell. Sonntag Abend hab ich mit der von Thomas beschriebenen Methode das WordPress Magazin bei Google “angemeldet” und Montag früh stand es unter dem Suchbegriff “WordPress Magazin” auf einer guten Position.

  2. Mein Rekord: 15 Minuten – genau nach dieser Zeit hatte Google einen frisch veröffentlichten Artikel in den Index aufgenommen. Kein Wunder, denn das SitemapGenerator-Plugin pingt Google an und berichtet über die Neuerscheinung bzw. die aktualisierte XML-Sitemap.

  3. Auf diese Weise hatte ich einen Beitrag schon unter 10 Minuten plaziert. Mit dem passenden Suchwort lag ich sogar auf Platz 1. Wie es aussieht werden manche Positionen aber auch von Google direkt wieder gelöscht, denn einein Tag später war ich mit dem gleiche Suchbegriff schon wieder raus aus dem Index…

  4. Ich hab das Plugin schon seit dem Blogstart im Einsatz und bin manchmal sehr erstaunt über die Suchbegriffe, die die User uf den Blog lotsen. Immhein kommen rund 70% über Google.

  5. Ich nutze diese Kombination seit ca. einem Monat und bin wirklich erstaunt, dass Artikel, die ich veröffentlicht habe, oftmals bereits nach wenigen Minuten in der Google-Suche erscheinen. Meistens habe ich noch am selben Tag Besucher mit entsprechenden Keywords auf meinem Blog. Ich kann´s nur empfehlen!

  6. Was ist zu beachten, wenn ich mehrere domains in einem Paket habe und zu einzelnen domains Unterordner mit blog existieren?
    Die website ist bei allen domains die Gleiche.
    Habe ich nun diverse blogs auf unterschiedlichen domains des gleichen Pakets, wo schreibe ich die zu den blogs gehörigen meta-tag Angaben rein?
    Alle nacheinander auf die index.html der Hauptdomain?

  7. Hallo Tom,

    ich verstehe leider nicht ganz, was du machen willst.
    Wenn du mehrere Domains hast, die alle auf den gleichen Blog zeigen, dann solltest du eine .htaccess-Datei anlegen, die dafür sorgt, dass alle Domains auf die eine Hauptdomain, hinter der der Blog liegt “redirected” werden (301 Redirect).
    Wenn du mehrere Blogs hast mit mehreren Domains, dann hast du ja auch mehrere Datenbanken, also jeweils auch verschiedene Index-Dateien, die du mit den jeweiligen meta-Tag Angaben bestücken kannst.

    Ansonsten müsstest du nochmal genauer erklären, was dein Problem ist.

  8. Genau daran habe ich auch vor einigen Monaten gedacht, als ich das Plugin gefunden habe 8)
    Ich hab mir mit dem Plugin eine Sitemap generieren lassen und diese bei Google direkt eingetragen. Außerdem lasse ich beim Veröffentlichen auch alle möglichen Dienste, darunter auch Google, benachrichtigen, damit auch gleich alle Bots bescheidwissen ;)

  9. Kleiner Tipp > In der Tutorial Übersicht steht Google Webmaster Tolls – sollte das nicht Tools heißen?

    Die Anleitung ist nicht schlecht – besser wäre sie allerdings mit Screenshots. Leser lieben Screenshots.

  10. Pingback: wpSEO - Suchmaschinenoptimierung für WordPress » Beitrag » WordPress Magazin

  11. Danke für den Beitrag. Was ich leider nur nicht ganz verstehe ist, warum mit die Google Webmaster Tools bekunden, ich hätte keine Sitemap eingereicht. Wenn ich den Beitrag richtig verstanden habe, so ist das doch genau das, was das Tool macht, oder? Nach Überprüfung habe ich diese auch gefunden.

  12. Ein Problem habe ich beim Google Webmaster Tool bei Kommentaren – (comments feed) – meiner Website bei WordPress, sie werden immer als Fehlerhaft abgewiesen.

    Folgende Fehlerhinweise bei:

    Derzeit angezeigtes Element:

    http://meinhardo.wordpress.com/comments/feed/

    9 Ungültige URL
    Dies ist keine gültige URL. Korrigieren Sie die URL und reichen Sie die Daten erneut ein

    10 Ungültige XML: Zu viele Tags
    Zu viele Tags beschreiben dieses Tag. Beheben Sie bitte das Problem und reichen Sie die Daten erneut ein.

    9 Ungültiges XML-Attribut
    Das XML-Attribut dieses Tags wurde nicht erkannt. Beheben Sie bitte das Problem und reichen Sie die Daten erneut ein

    9 Ungültiges XML-Attribut
    Das XML-Attribut dieses Tags wurde nicht erkannt. Beheben Sie bitte das Problem und reichen Sie die Daten erneut ein.

    ————————————–

    Wenn ich bei Google auf der Fehlerseite den nachstehenden Link anklicke

    http://meinhardo.wordpress.com/comments/feed/

    verzweigt er mich auf die richtige Seite der comments/Feed/ von WordPress.
    Wie kann dieses Problem gelöst werden?

  13. Ich hatte schon einmal auf das Problem mit Google hingewiesen mit meinem Kommentar vom 30.4.2009 dort sagte ich aus:

    Google Webmaster Tool bei Kommentaren – (comments feed) – meiner Website bei WordPress, sie werden immer als Fehlerhaft abgewiesen.

    Bis heute ist keine Antwort erfolgt, ist WordPress zu dieser Sache nicht in der Lage, eine vernünftige Erklärung dafür abzugeben wo die Ursachen zu beheben sind..?

  14. Hallo meinhardo,

    verwendest du denn das Plugin von Arne Brachhold (Google XML Sitemaps Generator)?
    Damit werden deine neuen Artikel ja automatisch an die Google Webmaster Tools geschickt.
    Den Kommentar-Feed darfst du bei den Google Webmaster Tools nicht angeben, da dieser nicht in dem Format ausgegeben wird, welches Google lesen und somit indexieren kann.
    Die Kommentare sind sowieso uninteressant für die Webmaster Tools, da von Google ja die Artikel des Blogs indexiert werden sollen und somit dann auch die Kommentare, die darunter stehen. Der Kommentar-Feed ist für Benutzer gedacht, die die Kommentare eines Artikels weiterverfolgen wollen, ohne jedes Mal den Blog aufrufen zu müssen.

  15. Hallo Thomas,

    danke für deine spontane Rückantwort. Dann liegt der Fehler bei mir, den Kommentar-Feed habe ich bei Google-Webmaster-Tools angegeben und werde ihn umgehend löschen.

    Gruß meinhardo

  16. Hallo, ich bin “Neuling” hab versucht mit WordPress ein echt gutes Forum zu erstellen. Jetzt benutze ich dieses, was oben als url angegeben als “Archiv” nur für ausgesuchte, besonders sinnvolle Fragen|Antworten, das aktuelle Forum, was ich richtig anonym zugänglich gemacht habe, ist unter
    http://prisodi.de/web/forum_html/
    zu ereichen. Ich finde WordPress aber voll toll, bitte helft mir, ich komm nicht klar mit der Funktionsvielfalt. Ich habe Problem mit der Funktion Beiträge per Email zu veröffentlichen!

    Uwe Martin

  17. Es funktioniert einwandfrei. Und eine Anmeldung zu den “Webmaster Tools” ist, auch ganz zu Beginn, nicht notwendig. Das Plugin macht den Blog automatisch bei Google bekannt. Zudem auch noch bei bing, ask.com und bei vorhandenem Account auch bei yahoo. Einfacher geht’s nicht.

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