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[Verlosung] WordPress-Blog um Twitter ergänzen

Macht Twitter eigentlich das Bloggen kaputt? Oder filtert der Microbloggingdienst quasi nur die ganzen kleinen Meldungen, die an sich eigentlich keinen richtigen Blogeintrag wert wären, raus?

Darüber lässt sich bestimmt endlos streiten, aber ich denke mit ein wenig Fingerspitzengefühl kann man einen Blog mit Twitter wunderbar ergänzen. Davon ab hat man als Blogger wesentlich leichter interessante und aktuelle Themen zu finden, wenn man sich bei Twitter (oder auch identi.ca) öfter bewegt und möglichst vielen interessanten Leuten folgt. Dabei geht es noch nicht mal so sehr um die technische Verknüpfung, sondern mehr um die persönliche Themenfindung. Nirgendwo sonst werden aktuelle Ereignisse und Trend so schnell durchgereicht wie bei Twitter. Da kann kein Blog, kein Forum und schon gar keine News-Seiten mithalten.

Doch braucht man dann überhaupt noch Blogs? Reicht es nicht einfach nur bei Twitter mitzulesen?

Twitter ist fast zu schnell. Wer mehr als 400 Leuten folgt bekommt meist nach jedem Reload ein Schwall von neuen Tweets (Updates) zu lesen und hat oft Mühe einzelnen Personen wirklich zu folgen. Und ein ganz grundlegendes Problem sind in dieser Hinsicht auch die Begrenzung auf 140 Zeichen. Reicht um in Sekundenschnelle wichtige Meldungen zu verbreiten, aber um ausführlich zu informieren ist man viel zu eingeschränkt. Bilder lassen sich nur extern (Twitpic.com) einbinden. Auch wird man kaum über Google so seine gewünschten Informationen finden.

Twitter lässt sich aber auch als Ergänzung zum schon fast klassischen RSS Feed nutzen. Mit einigen Plugins werden automatisch die eigenen neuen Artikel bei der Veröffentlichung getwittert, so dass die Follower direkt über neue Artikel informiert wird. Man sollte aber einen Twitter-Account nicht ausschliesslich als Feed-Schleuder benutzen. Bestes Beispiel ist dafür der WPM-eigene Twitter-Account.

Auch andersrum ist der Austausch möglich. So lässt sich mit dem Plugin “Twitter-Tools” nicht nur Twitter vom Blog füttern – auch der Blog selbst kann durch Twitter gefüttert werden. Allerdings sollte man auch hier nicht jeden Tweet als Artikel im Blog veröffentlichen. Aber es kann beispielsweise ein täglicher Artikel mit allen Tweets vom selbigen Tag erstellt werden. Oder aber die letzten Tweets werden in der Sidebar angezeigt.

Ich würde gerne mal wissen wie ihr Twitter nutzt. Wie verbindet ihr euer Blog mit Twitter? Oder anderrum?

logo_mcb09_final_250pxZur Motivation wird ein letztes Ticket zur Microblogginkonferenz MBC09 in Hamburg verlost. Dieses ist eigentlich restlos ausverkauft, aber Cem hat seine Spendierhosen an und wer das Ticket haben möchte muss nur hier einen Kommentar oder Trackback hinterlassen.

Autor: Thomas

Thomas beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Blog-Software WordPress. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen und kennt sich sowohl mit dem Backend als auch mit dem Frontend und den vielen Erweiterungsmöglichkeiten aus.

31 Kommentare

  1. Also ich nutze Twitter um mit anderen Bloggern in Kontakt zu stehen und immer auf dem Laufenden zu bleiben, z.B. beim Flugzeugunglück in New York. Ich habe auf einem kleinen Blog von mir meine Twitter-Updates in der linken Sidebar eingebaut, aber ansonsten betreibe ich meine Blogs und meinen Twitter-Account separat.

  2. benutze twittertools zur einblendung des aktuellsten tweets im seitenkopf, parallel um neue artikel als tweet auszugeben. ergänzend dazu tweetback. damit langts dann aber auch :)

  3. Twitter hat für mich einen deutlich anderen Charakter als das Bloggen hat. Während ich beim Bloggen stärker abwäge, was ich schreibe und was nicht, während ich über Twitter sehr viel stärker kommuniziere und auch viel schneller verlinke, bildet das Blog eine Art gedankliches Desiderat aus der getwitterte Ursuppe und der Schlussfolgerungen.
    Daher ist es primär eine Einbahnstraße: Ja, ich nutze Twitter für Blogeinträge, und um diese zu promoten. Dank Shorl kann ich mir sogar Statistiken anschauen, wievele über diese Links kamen (und ja: Twitteruser sind neugierig, im Regelfall klickt 1/10 meiner follower auf Links die ich setze). Dass ich derzeit keine allzu aktive Twitter-Integration in meine Blogs habe, liegt auch daran, dass dort zu häufig Menschen vorbeikommen, denen das Gespür für frische Social Media-Sachen vollkommen fehlt – da habe ich lieber meine Ruhe.

  4. Ich nutze Twitter um am “gezwitscher” teilzuhaben. Kleine Statusmessages aber auch Linktipps, Hinweise zu Veranstaltungen etc. Man bekommt alle Informationen frei Haus.

    Twittern ersetzt keineswegs meinen Blog. Twittern ist für mich eine schöne Ergänzung zum Bloggen.

  5. Twitter hat mich bislang eindeutig davon abgehalten, einen eigenen Blog zu beginnen. Meine Meinung: ein guter Tweet ist potenziell inspirierender als ein Blog-Artikel. Microsharing kommt den _heutigen_ Bedürfnissen und Möglichkeiten der Kommunikation augenscheinlich recht nah. fsx *mitetwasglückdochnochzurMBC09* ;)

  6. Es gibt inzwischen ein Fülle von Tools rund um Twitter. Mindestens ebenso viele Möglichkeiten Twitter zu nutzen.Die Verbindung mit dem Blog ensteht dabei automatisch. Tweets vom Blog aus über neue Artikel empfinde ich dabei nicht als Störung. Ganz im Gegenteil. So bekommt man Neuigkeiten und interssante Artikel doch viel schneller geliefert.

    Wichtig ist authentisch zu sein, nicht abzuheben und ernsthaft kommunizieren zu wollen. Dann erst macht die Twitter-Nutzung Sinn.

  7. Twitter ist genial ;-) der schnelle Informationsaustausch auf den Punkt gebracht. Dank RSS-Feed geht nicht´s verloren. Leider dann zeitlich u.U. nicht aktuell. Mit http://hashtags.org/ lässt sich das fast lösen und dann fehlt nur, dass ich dazu bestimmte Followers kategorisieren kann und von denen dann den Tweet zugestellt bekomme.

  8. Die aktuellsten drei tweets lasse ich in der Seitenleiste meines Blogs anzeigen. Grundsätzlich lösche ich meine Tweets einmal täglich; der guten Paranoia Ordnung halber. Twitter ist für mich ein wunderbar nutzloses aber inzwischen fast unentbehrlich gewordenes Werkzeug zum Zeitvertreib.

  9. Twitter macht die echten Blogs, die großen, kaputt. Keine Frage. Schon weil alle nur noch twittern und keine Zeit haben, etwas echtes zu bloggen. Keiner mag sich mehr die Mühe machen, etwas zu recherchieren, seine Gedanken richtig zu präsentieren. Dadurch geht die echter Blogger-Szene langsam ein. #$%@& Twitter … :-(

  10. > Wer mehr als 400 Leuten folgt bekommt meist nach jedem Reload ein Schwall von neuen Tweets (Updates) zu lesen und hat oft Mühe einzelnen Personen wirklich zu folgen.

    Zum besseren Organisieren, Ausblenden, Verteilen des ganzen Schwalls hat sich für mich FriendFeed (http://friendfeed.com/merz1) als überaus geeignet herausgestellt.

    Mein workflow ist hier beschrieben: http://www.bloggingtips.com/2009/01/16/the-shrinking-microblogging-market/#comment-316504

  11. Im Augenblick haben wir noch eine Seite, auf der alle Twitter-Beiträge unserer Autoren gesammelt werden, aber Ziel ist es, Twitter- und Blogs und Redaktionen Content stärker zu verzahnen.

    Valentin, würde mich gerne dazu mal länger mit Dir unterhalten. Würde auch gerne zur MBC kommen und dort mit anderen Twittern/Bloggern diskutieren, wie Organisationen und Parteien gutes Microblogging machen können.

  12. Als ich mit Twitter angefangen habe, wusste ich nicht was dann auf mich zukommen würde, aber ich habe in Philadelphia super viele Leute in der “Geek”-Szene kennengelernt, ich habe quasi meinen Job über Twitter bekommen und bleibe auch wirklich auf dem laufenden durch Twitter.

    Für mich ist es schon eine Mischung aus privater Mitteilungsbedürftigkeit und Social Media-weiterbildung.

    Im Vergleich zum Blogging ist es super schnell und einfach, kann man (wenigstens in den USA) per SMS updaten und mein Facebook status wird auch mitaktualisiert. Ich habe es noch nie wirklich geschafft regelmässig in meinen Blog zu schreiben, aber bei Twitter ist es schon ein ziemlich sonderbarer Tag wenn ich nicht mehrmals was reinschreibe.

  13. Moin moin Valentin,

    ich bin noch auf der Suche nach dem Sinn oder Unsinn von Twitter,
    zwitscher gerade mehr oder weniger erst einmal nur unsinnige Kurznachrichten über mgtweet.

    Easy Peasy hatte exklusiv Neuigkeiten über Microblogging verbreitet und aktuell durch Spiegel und Notwasserlandung … vielleicht ist Microblogging doch etwas sinnvolles?

    Ich glaube da würde mir so eine Microblogging-Konferenz entgegen kommen? :-)

  14. Moinsen ;D

    Ich sehe Twitter als Ergänzung. Twitter kann nie einen Blog ersetzen, dafür ist das Schreiben durch die Zeichenbegrenzung zu eingeschränkt. Twitter eignet sich für kurze Messages, wie zum beispiel, wenn eine Seite geupdatet wurde oder wenn ein Event angesagt ist. Dafür ist der Dienst genau richtig.
    Ich selbst bin am überlegen, ob sowas auch in meinen Blog einbaue. Selber twittern tu ich noch nicht.

    Greetings

    Bogus

  15. Ich habe lange überlegt wie ich Informationen in meinen Blog verpacken kann, vor allem weil ich einen Photoblog füttere. Es passiert einfach viel zu schnell den Blog dann auch noch zu übertwittern – einfach zu viel Content, auch wenn er interessant sein sollte. Also habe ich hinter meinen eigenen Blog (WordPress) ein ganz anderes System gebastelt: Sweetcron. Und nach einigen Tagen im Testlauf bin ich damit auch richtig zufrieden. Leider gibt es ja keine Möglichkeit (noch nicht) social Networks sinnvoll an den Worpressfeed zu koppeln.

  16. Hallo,
    schöne Idee noch ein Ticket zu verlosen!
    Gerne würde ich zur MBC09, auch rein beruflich, da ich im e-learning Büro der Pädagogen an der Uni HH arbeite ;-)
    Ich twittere seit dem EduCamp08 in Illmenau, seitdem sind die Anzahl der Follower kontinierlich gewachsen.
    Durch die ganzen Tweets habe ich bereits viel erfahren (über Konferenzen, Bildungthemen, Nachrichten und andere Blogs, auch viel privates ist dabei).
    Meine Blog-Artikel würde ich dort eher nicht verlinken, da es sich um ein Blog über eher private Themen handelt.
    Für corporate oder themenbezogene Blogs ist das sicher interessant, eben um sich bekannter zu machen oder echte Neuentdeckungen weiter zu verbreiten. Auch für support ist das sinnvoll.
    Gerne würde ich allerdings meine Twitter-Timeline in den Blog einbinden,
    das ist zur Zeit leider nicht möglich da mein Kumpel (auf dessen Server mein Blog liegt) gerade keine Möglichkeit hat mir den Zugang zum Server zu geben….Ah.
    Ansonsten viel Spass auf der MBC!
    Grüße, von
    Anja

  17. Twitter… 140 Zeichen für nichts zu sagen, so beschrieb es Frank von argh.de einmal…

    Ich nutze das nur für Wortspiele, die ich immer schon mal machen wollte, aber die zu kurz zum “Bloggen” sind. Mein Provider erlaubt dummerweise kein allow_url_fopen, da muss eine dezente Verlinkung in der Sidebar reichen. Warum auch nicht?

    Bevorzuge ohnehin, wenn sich die Leute auf mein “großes” Blog konzentrieren und mein “kleines” weitgehend ignorieren. Dreck, der.

  18. So, mit diesem Kommentar wird die Verlosung geschlossen. Kommentare können natürlich gerne weiter abgegeben werden, aber an der Verlosung kann leider nicht mehr teilgenommen. Bis hierhin schon mal vielen Dank!

  19. Zu viele Twitter-Plugins oder Interaktion/Integration halte ich für ich übertrieben. Warum sollte ich meine Tweets als Blog-Eintrag noch mal veröffentlichen? Wenn jemand, der mein Blog liest, auch meine Tweets lesen möchte, wird er mir schon bei Twitter folgen. Zum reinschnuppern reicht vermutlich ein Letzte-Tweets-Widget (z.B. via MyTwitter) mit einem Link zu meinem Profil. Mein Blog sollte kein Archiv für meine Tweets sein, und/oder die Ausnahme für Texte, die nicht in 140 Zeichen passen ;)

    Über so etwas wie “TweetBacks” kann man streiten, mir erzeugt das zu viele Störsignale. Das läuft oft nur auf ein “Zur Kenntnis genommen” hinaus, während ich mir von Kommentaren etwas konstruktives verspreche.

    Sinnvoll finde ich so etwas wie Twitpress, um neuste Einträge via Twitter mitzuteilen; Tweet This um es Besuchern einfach zu ermöglichen, meine Einträge via Twitter bekannt zu machen; für Leute, die wissen, das ein Großteil ihrer Kommentare von anderen “Twitterern” kommen, Twittar (Twitter-Avatare bevorzugt statt Gravatare zeigen); und, (und ja, das ist Werbung für mein Plugin,) Automagic Twitter Profile URI, dass Kommentatoren automatisch einen Link zu ihrem Twitter-Profil hinzufügt, weil ich es interessant und wichtig finde, mit meinen Kommentatoren zu netzwerken (sozusagen zu ihnen zu gehen, anstelle zu hoffen, dass sie zu mir kommen).

    Insgesamt: Twitter und Blogs nicht konkurrierend, sondern jeweils ergänzend. Nicht alles kann in 140 Zeichen erklärt werden, und nicht alles braucht einen Blog-Eintrag. (Dass es trotzdem immer Mehrwert bieten sollte, ist eine andere Geschichte.)

  20. Twitter — ehrlich gesagt, wusste ich bis vor kurzem noch nicht mal, was das ist. Und nun nutze ich das täglich. Die kleinen, teils feinen Ergüsse von Leuten, denen man folgt, manchmal auch mit echtem Informationswert. Ich setze immer mal ein kleines Fundstück ab, wohl auch mal einen Hinweis auf eigene Artikel, denen ich einfach noch mehr Aufmerksamkeit wünsche. Posten Leute interessante Sachen, schaue ich mal deren Followers durch und lade auch mal neu ein. (Nach dem Motto: Wer einem folgt, der Interessantes schriebt, kann so schlecht nicht sein.) Überhaupt ist es der Social Network-Gedanke, die Vernetzung, die mich inzwischen sehr reizt.
    Gruß aus Hamburg
    Jörg

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  22. Pingback: Gewinnaktion fuer iPod und Crocs | Blogging, Internet und Webpromotion

  23. Also ich twittere meistens über Themen/blogposts/news die ich interessant finde und denke dass es auch andere interessiert. Habe twitter auch in mein blog eingebunden, wobei immer nur der letzte tweet in der sidebar angezeigt wird. Das ganz implementiert man auch ohne plugin ganz leicht. Tweets als blogpost halte ich nicht für sinnvoll, autmatischen tweet eines blogposts ist für mich akzeptabel wenn es nicht überhand nimmt, d.h. für mich nur bei gelegenheitsbloggern, ansonsten wirds mir zu viel und ich sag adieu.

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