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Kann WordPress als CMS genutzt werden?

Seit einigen Wochen wird in der XING WordPress Gruppe unter dem Titel „Wieso wehrt man sich gegen WordPress?“ diskutiert, ob und wie WordPress auch als richtiges Content Management System eingesetzt werden kann.

Ausser Frage steht wohl, dass WordPress für kleinere Web-Auftritte umfunktioniert werden kann. Genauso wenig wie, dass man bei wirklich grossen Projekten lieber auf gestandene CMS wie Typo3 und Joomla setzen sollte. Doch wie sieht es bei den mittleren Webseiten auf? Wo ist WordPress da eine Grenze gesetzt?

Funktionell ist dem sicherlich wenig entgegenzusetzen gesetzt, da sich WordPress dank der unzähligen Plugins fast grenzenlos erweitern lässt. Doch macht es sich bezahlt? Wird die technische Betreuung dann immer noch so simpel sein?

Eure Meinung ist gefragt!

Autor: Thomas

Thomas beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Blog-Software WordPress. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen und kennt sich sowohl mit dem Backend als auch mit dem Frontend und den vielen Erweiterungsmöglichkeiten aus.

29 Kommentare

  1. Ich fände das sehr praktisch: Man könnte dadurch eine Melange zwischen klassischen Websites und Blogs machen. Die jeweiligen Anteile könnte man dann für jede Website individuell dosieren. Hätte eine Menge Charme. Ergibt eine reichhaltigere und lebendigere Landschaft von Websites. Alle diese Websites würden auch die Konversation mit den Lesern unterstützen. Wäfre sehr cool.

  2. Mein Problem mit Worpress als CMS ist vor allem, dass es nicht möglich ist eine zweite Startseite anzulegen, außer mit einigen Tricks und einer unschönen url-Struktur. Will ich auf der Startseite niht die letzten Artikel anzeigen, aber dennoch einen Blog führen ist das nicht sonderlich schön. Muss dann den Blog auf /category/hauptkategorie verlinken. Es wäre also eine wirkliche erweiterung, wenn man in einem Artikel, den man Blog nennt alle Funktionen nutzen könnte, die auch auf der Startseite funktionieren. Man kann zwar die letzten Artikel genauso wie auf der Startseite anzeigen lassen, mit query post, aber schon bei dem link „ältere Artikel“ oder der Pagebar stößt man an die Grenzen.

    Ansonsten nutze ich allerdings WordPress fast auf allen Seiten als CMS.

  3. Also ich benutze auf allen meinen Seiten WordPress, die meisten sind zwar „traditionelle“ Blogs, aber dann gibt es als schönes beispiel einer kleinen website auf WordPress Basis musicalgruppe.de, die Seite läuft mit WordPress 2.6 und dem Theme K2 (allerdings leicht modifiziert). Das vorher beschriebene Problem mit dem Blog auf einer unterseite habe ich nicht, die permalink stucktur jedes posts ist /blog/jahr/monat/tag/titel, was ich ziemlich gut finde.

  4. @soeren

    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen!
    Du kannst in der Administration einstellen auf welcher Unterseite du die Blogfunktion haben willst (wenn man sie nicht auf Startseite haben will)…

  5. Also ich nutze WP bei kleinen Projekten mit maximaler Verzeichnistiefe von 2 als CMS. Sobald man eine ausführlicher Navigation erstellen will/muss, ist WP raus. Für eine klassische „Wir stellen uns vor“ Seite ist es durchaus ausreichend. Für alle meine Projekte nutze ich eine(!) WP Installation um Administrationsaufwand zu verringern

  6. WP als CMS hat die Grenzen in den Berechtigungen- braucht man wirklich sehr, sehr viele höchst diffizille Berechtigungen, so gibt es derzeit nur wenige Zusatzmodule /Plugins, die das können.

    Mehrsprachigkeit ist möglich – leicht auch noch.

    Wer mit Typo3 sehr außergewöhnliches realisieren mag, braucht auch jemanden, der ihm das Template anpasst, so ist es eben auch bei WP.

    Womit WP punktet ist die sehr einfache Adminbereich.

    Doch viele meinen, weil WP eine so simple Installation hat, sei es auch für den absoluten Laien sofort als CMS nutzbar – das ist ein Irrtum, doch dies geht ja mit kaum einem CMS.

    Statische Startseite ist echt das einfachste – einfach tippen und im Adminbereich aussuchen ;)

    lg

  7. sorry für den doppelt Kommentar

    doch

    Man kann zwar die letzten Artikel genauso wie auf der Startseite anzeigen lassen, mit query post, aber schon bei dem link “ältere Artikel” oder der Pagebar stößt man an die Grenzen.

    stimmt einfach nicht, geht absolut easy und ist glaube ich im forum wordpress deutschland org sicher mehr als einmal erklärt.

    vielleicht sollte man INFOs bei den WP Profis einholen und nicht in selbsternannten Gruppen

    lg

  8. also ich glaube, dass man nicht äpfel mit birnen vergleichen kann.

    typo3 ist kein blogsystem und wordpress kein cms. beide systeme haben in ihren bereichen ihre vorteile und stärken.
    (btw: ich weiß um die ganzen Extensions bei typo3 und den wp plugins bescheid)

    wenn es um die kombination einer website mit blog geht, stellt sich die frage, was mehr gebraucht und gewartet wird und wie groß das projekt dann schlußendlich ist.

    ich finde also schon die fragestellung oder die direkte konkurrenz nicht wirklich richtig.

    rock on

  9. Ich finde WordPress ist mindestens im privaten Bereich als CMS sehr gut einsetzbar. Für meine Webseite habe ich erst Joomla! probiert, aber ich kam einmal mit der Bedienung kaum zurecht, ich fand die URL-Struktur schlimm und suchmaschinentechnisch auch nicht gelungen und auch die Aufmachung ließ zu wünschen übrig.

    Außerdem gab es Probleme mit den Menüs, die ich entweder überall manuell einblenden musste oder die auf verschiedene Startseiten zeigten, die aber alle den gleichen Content hatten (aber verschiedene URLs!).

    Nach ein bisschen probieren lief es dann mit WordPress sofort, die URLs sind schön, das Design passt, man kann Kommentare schreiben und die eigene Seite wird ja durch den Blog, Blogverzeichnisse und Pingdienste auch bekannter…

    Kann also WordPress für eine private Webseite wärmstens empfehlen!

  10. WordPress hat meines Erachtens ein massives Performance-Problem und zieht einfach zuviel CPU vom Server. Das Problem tritt natürlich auch bei kleinen Weblogs auf, aber bei mittleren Websites umso stärker. Plus: Viele Firmenkunden mit mittleren Websites hosten selber (weil die IT-Abteilung eitel ist), und dann muss da schon einer echt schnelle Kiste her, wenn viele Zugriffe zu erwarten sind.

  11. brainstorming

    CMS bedeutet Content Management System-also einfach ein Verwaltungsmodul für Inhalte

    nun kann WP Inhalte verwalten, wieso sollte es dann kein CMS sein?

    Markennamen sind Markennamen, Typo3 machte sich als CMS einen Namen WP als Blog, aber sie sind beide ein CMS ;)

    das Plugin WP Super Cache hält ne Digg Startseite aus ;) also gibt es auch hier Abhilfe,

    Performance Probleme bei WP gibt es dann, wenn anstatt die vorhandenen template tags zu nutzen eigene Queries geschrieben werden, die dann auch noch oft kompliziert aufgebaut sind.

    viele Magazin Designs bringen dies mit sich, weil die für die Masse erstellt wurden und so oft unnötige queries beinhalten.

    Individualsiert man dies wirklich gehts auch schneller.

    WP hat seine Grenzen, und oft wird Typo3 eingesetzt , weil es *schick*ist oder bekannt. Doch oft sehe ich Websites mit Typo3 , da täts selbst ein CMS, das noch mit include arbeitet auch. ;)

    Letztens sah ich es: 4 statische Seiten und aus -das mit Typo3 realisiert – da geht man mit dem 38t schnell mal zum Brot kaufen ums Eck meiner Meinung.

    Ich finde es bloß bedauerlich, dass gute etablierte CMSe oft einfach die Suchmaschinentauglichkeit schlicht ignorieren.
    Für die meisten der Internetauftritte täts WP auch.

    Doch prinzipiell ist es mir egal – wer WP nicht als CMS mag, nimmt was anders.

    lg

  12. Ich verwende WP auch als „normale“ Website. Meiner Meinung nach erkennt der Laie den Unterschied sowieso nicht, falls er überhaupt weiss, was denn ein Blog ist.

    So habe ich schon Band-Homepages für Freunde mit WP erstellt und mit einem Plugin für Berechtigungen ist auch geregelt, welche Bandmitglieder was anpassen dürfen.

  13. @Valentin:

    Du hast Recht! Es gibt schließlich auch Bäume, auf welchen Äpfel und Birnen wachsen. Dass die Anforderungen von Blog und CMS nicht identisch sind, dürfte jedem klar sein. Doch es gibt ja auch Content Management Systeme, die sich der Blogwelt nähern, warum dann kein Blogsystem, welches sich in die andere Richtung orientiert. Solange der Ursprung des Ganzen bestehen bleibt und das Blogsystem nicht an Bedeutung verliert…. ist ja mitunter auch eine Sache die durch Angebot und Nachfrage geregelt wird.

  14. So, wie ich das sehe, lag ich doch mit meiner Meinung, WP als CMS einsetzen zu können ziemlich richtig. Freut mich aber auch, hier weitere Sichtweisen erhalten zu können.

  15. Hi

    finde die Frage sehr interessant, vorallem weil meine Schwester (http://huhn.bplaced.net) das nun mit ihrem Web gemacht hat.
    Ohne Einsatz von Plugins war die Seite total unübersichtlich doch mittlerweile hat sie es ein wenig besser im Griff.

    Bin nur gespannt, wenn sie mir die Auftrag gibt auf 2.6 umzustellen. Man macht sich ja doch ein wenig abhängig von Plugins. ;-)

  16. Hallo und erstmal danke für den Start des Magazins! Ich wünsche dem Team alles Gute!

    Nun zur Frage: Selbstverständlich, denn WP ist ein CMS. Ich gehe hier mit Monika konform, mit WP ist mehr möglich, als viele denken, nach meiner Überzeugung auch größere bzw. komplexere Sachen.
    Wie schon angesprochen: man muß selber lernen und aktiv werden, wie bei jedem anderen System. Die gebratenen Tauben in den Mund gibt es auch hier nicht. Aber, und das sehe ich als großen Vorteil: die hohe Flexibilität des Gesamtsystems selbst mit dem 2.6er. D.h. wer viel braucht, kann viel damit machen, wer nur seinen simplen Blog macht, hat genausoviel Freude dabei.

    Bei Plugins sollte man sich Disziplin auferlegen und versuchen zu testen und zu überlegen, was raus kann oder was man in das Theme reingeben kann oder vielleicht sowieso mit anderer Herangehensweise erreichen würde. Z.B. brauche ich kein Wartungsplugin mehr, einfach ein Basistheme machen und fertig. Finde ich sogar schneller und flexibler.

  17. Also ich arbeite auch mit CMS und bei mehreren Dutzend oder sogar hundert Seiten kann WordPress mit Typo3 oder redaxo einfach nicht mehr mithalten, das wird alles viel zu umständlich und unübersichtlich.
    Ich denke für Auftritte mit vielleicht bis zu 10 oder 15 Seiten kann man WP einsetzen, alles andere ist nicht komfortabel. Wie es mit der Performance aussieht ist ja auch noch eine wichtige Frage

  18. Ich finde WordPress ist in vielen Fällen sogar besser geeignet als so manch anderes CMS. Die meisten Firmen mit denen ich zu tun habe jammern über die Vielzahl an Funktionalitäten die ihr eigenes Firmen CMS hat. Für meine Bachelor Arbeit durfte ich mit Microsoft Österreich zusammenarbeiten. Selbst dort konnte ich das Selbe feststellen.
    Was einfache Websites für KMU’s betrifft steht WordPress aufgrund der Einfachheit und der großen Anzahl an Plugins an oberster Stelle.

  19. Ich nutze WordPress auf einer Seite als kleines CMS und muss sagen, es funktioniert gut ;)

    Sicherlich fehlen wohl einige Funktionen, die ein richtiges CMS bietet, aber ich find WP auch für sowas ganz praktisch

  20. Ich setze WP schon seit einiger Zeit als CMS ein, teilweise ist es etwas fummelig, aber man kann mit der entsprechenden Kombination aus Plugins und Rollen (Role Manager) ja sogar trennen, welche Inhalte für Teammitglieder bzw. die Öffentlichkeit zugänglich sein sollen. Mit Typo3 etc. wird auch meiner Ansicht nach zu oft mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

    Der Vorteil von WP ist das einfache Interface, das ich mit Adminimize auch nach Rollen anpassen kann. Nachteil: es gibt keine Sicherheitspatches – es ist mir schon passiert, dass Kernfunktionen nach einem Update nicht mehr funktionierten oder das Interface komplett geändert wurde – das muss man ’nem Kunden schon erkären können und wollen.

    Btw: Mein Hoster meint, eine WP-Installation hält locker ein paar hunderttausend Pageviews im Monat aus (shared hosting), mit WP-SuperCache sicher noch mehr. Man muss schon sehr fett gediggt werden, um einen guten Server in die Knie zu zwingen…

  21. von marco

    Man muss schon sehr fett gediggt werden, um einen guten Server in die Knie zu zwingen…

    ja das sehe ich auch so. Doch wenn ich ehrlich bin, für 48 Std auf der Digg.com Startseite tät ich einen kurzfristigen Servercrash wahrlich mit lachendem Auge zusehen ;)

    Oft belastet man seinen Server indem man unontrolliert jeden Bot drauf zugreifen läßt, dafür kann aber WP nichts.

    lg

  22. Es gibt mittlerweile sehr viele Themes mit denen man WordPress als CMS nutzen kann, ich finde das auch super denn WordPress ist super leicht zu bedienen wie alle wissen und auch für Einsteiger leicht verständlich zudem ist es total suchmaschinenfreundlich und immer wie wir alle wissen mit tollen kleinen Plugins erweiterbar. Ich liebe WordPress!

  23. Die Frage an sich ist müßig. Die Entscheidung nach der Engine sollte man anhand der Anforderungen treffen. Brauche ich enhanced features, nehme ich Typo3, will ich bloß Grundlagen, nehme ich WordPress. Oder auch nicht! Auch kleine Seiten kann man ohne weiteres mit T3 machen, wenn man sich damit besser auskennt, wäre es ungeschickt, sich in die WP Schublade zu zwängen.

    Ergo: Die Wahl des CMS hängt von den Anforderungen und meinem Gusto ab.

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