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WordPress 3.0 ist da!

Am 17. Juni 2010 wurde WordPress in der Version 3.0 und dem Codenamen „Thelonious“ veröffentlicht. Ein guter Grund für das WordPress Magazin, einmal unter die Haube von WordPress zu schauen und den Lesern und Nutzern mitzuteilen, was sich alles geändert hat.

Vorab: WordPress Magazin läuft bereits auf der aktuellen Version 3.0. Das Upgrade war, wie bei WordPress üblich, denkbar einfach. Über den Versionshinweis im Administrationbereich kann der Upgrade-Bereich aufgerufen werden. Wenn keine regelmäßigen Backups der Datenbank gemacht werden, ist vor dem Upgrade ein guter Zeitpunkt, dies zu tun.

Dann einfach die Schaltfläche „Automatisch aktualisieren 3.0_de“ verwenden und der Rest passiert von alleine. Diese Funktion setzt voraus, dass der Webhoster den Zugriff über FTP auf den Download-Server von WordPress erlaubt. Nach dem Upgrade erscheint eine Meldung, dass die Aktualisierung erfolgt ist. Eine Aktualisierung des Browser-Fensters zeigt dann auch WordPress 3.0 in etwas neuem Glanz.

Auf den ersten Blick hat sich eigentlich nicht viel geändert – die Änderungen stecken im Detail:

WordPress 3.0 = WordPress MU

Die wohl umfangreichste Änderung ist die, dass WordPress MU (die Multisite-Variante von WordPress) jetzt standardmäßig in WordPress 3.0 integriert ist. Die Funktion kann in der Datei wp-config.php aktiviert werden. An einer beliebigen Stelle muss die Zeile

define('WP_ALLOW_MULTISITE', true);

ergänzt werden. Nach einem erneuten Login taucht dann im Admin-Bereich der Menüpunkt „Blog-Netzwerk“ auf, über den weitere Einstellungen vorgenommen werden müssen. Infos zu WordPress MU finden sich im Blog von WordPress Deutschland.

Neues Standardtheme: Twenty Ten + individuelle Menüs

Kubrick hat ausgedient und WordPress 3.0  erscheint nun standardmäßig in gecleanter und moderner Optik:

Das Besondere: Twenty Ten nutzt bereits die neue Funktion von WordPress 3.0, das Naviagtionsmenü per Drag’n’Drop zu gestalten. Ähnlich wie bei den Widgets kann so eine beliebige Reihenfolge der Artikel, Seiten, Kategorien, Tags und Links erstellt werden. Ein großer Schritt in Sachen Themes, gerade für diejenigen, die eine individuelle Gestaltung bzw. Anordnung wünschen, aber keine Programmierkenntnisse haben.

Hilfe, Hilfe, Hilfe!

Das Hilfemenü, welches im Administrations-Bereich oben rechts aufgeklappt werden kann, wurde komplett überarbeitet und auf die jeweiligen Bereiche angepasst. Es passt sich nun automatisch dem angezeigten Inhalt an und wird somit noch nutzerfreundlicher.

Nie wieder ‚admin‘

Im Grunde ist der Name ‚admin‘ ein Sicherheitsmanko, aber bis WordPress 3.0 gab es bei der Neu-Installation keine Möglichkeit, den Namen bzw. Login des Administrators zu ändern. Somit konnten Hacker immer davon ausgehen, dass der Benutzername ‚admin‘ und das daztu passende Passwort  den Vollzugriff auf die WordPress-Installation gewährt. Mit WordPress 3.0 kann bei der Installation ein beliebiger Login-Name für den Administrator vergeben werden, was die Sicherheit zusätzlich erhöht.

Kurze Wege

Mit WordPress 3.0 haben auch Shortlinks in das Blog-System Einzug erhalten. Dieser Eintrag ist zwar für den Nutzer unsichtbar, taucht aber im Quelltext im head-Bereich auf. Weitere Informationen zur Aktivierung und Nutzung der Shortlinks finden sich bei WordPress Deutschland.

Eigene Beitragstypen und -taxonomien

WordPress ist ein weit verbreitetes Blog-System, oft trifft man es aber auch als Content-Management-System an. Entwickler, die WordPress als CMS verwenden möchten, werden „Custom Post Types“ und „Custom Taxonomies“ lieben. Mit WordPress 3.0 ist es möglich eigene Beitragstypen als Template anzulegen und diese dann zu verwenden. Somit kann man bspw. in Zukunft nicht mehr nur „Artikel“ anlegen, sondern erhält auch den Eintrag „Neues Produkt“ (als Beispiel), wenn das Theme entsprechend angepasst ist. Durch die frei definierbaren Taxonomien können über Tags und Kategorien hinaus weitere Verknüpfungsmöglichkeiten genutzt werden. Durch die Multinutzer-Fähigkeit von WordPress kann diese Funktion auch nur bestimmten Benutzern zugewiesen werden. Somit kann WordPress auch von mehreren Benutzern mit unterschiedlichen Rechten und unterschiedlichen Möglichkeiten in der Artikel-Gestaltung verwendet werden.

Neue Optik auch im Backend

Wie schon eingangs kurz erwähnt, gibt es auch ein neues Farbsystem für den Backend-Bereich. Man muss allerdings schon zweimal hinsehen, um Unterschiede festzustellen. Das neue Farbsystem soll „leichter“ sein und somit den Fokus mehr auf die Inhalte lenken.

Fazit

Alles in allem hat sich bei WordPress 3.0 also einiges getan. Neben den genannten neuen Features gab es natürlich noch einen Haufen weiterer Verbesserungen und Bugfixes. Die meisten Änderungen beim Versionssprung 2.9 zu 3.0 fanden im Bereich Themes und Theme-Entwicklung statt. Viele Erweiterungen waren auch für die Intergration von WordPress MU notwendig. Vor allem Web-Entwickler werden sich an der neuen Version erfreuen können, da ihnen mehr Möglichkeit der individuellen Gestaltung und Anpassung an die Hand gegeben werden.

Autor: Thomas

Thomas beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Blog-Software WordPress. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen und kennt sich sowohl mit dem Backend als auch mit dem Frontend und den vielen Erweiterungsmöglichkeiten aus.

6 Kommentare

  1. Mit Aktivierung von WP MU bekomme ich die Fehlermeldung „Google XML Sitemaps is not multisite compatible“. Welche Möglichkeit gibt es auch für WP MU eine Google-Sitemap erstellen zu lassen?

  2. Hallo,

    vor einigen Tagen habe ich auf unseren Intranet-Server das Update auf WP 3.0 durchgeführt. Wie von Euch beschrieben lief es problemlos durch, am augenscheinlichsten ist natürlich spontan das Twenty Ten Theme.
    Das finde ich ganz schick a la Web 2.0 Optik.

    Danke und Gruß

  3. Das Tenty Ten Theme gefällt mir auch richtig gut. Wollte nach der Einrichtung des Blogs eigentlich wieder dieses Misty Theme suchen, aber das gefällt mir noch besser.

  4. Hallo,

    ich habe bereits aus vielen Ecken gehört, das WordPress für Blogs einfach mal die beste Wahl ist. Ich persönlich nutze Joomla für meinen Blog. Lohnt sich der Umstieg? Gruß Mario

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