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Backup mit Dropbox

Das extrem coole Tool Dropbox sollte mittlerweile jeder kennen. Dropbox ist eine Online-Festplatte mit kostenlos 2 GB oder auch mehr Speicherplatz, wenn man einen monatlichen Betrag bezahlt. 2 Gigabyte sind aber schon eine ganze Menge, wenn man bedenkt, dass eine normale WordPress-Installation inklusive Datenbank und Bildern/ Mediathek-Dateien meistens unter 100 MB Speicherplatz benötigt.

Das Praktische an Dropbox ist, dass es sich sehr einfach in verschiedene Betriebssysteme einbinden lässt. Sowohl für Windows als auch für MacOS X und mobile Endgeräte gibt es eine kostenlose App, mit der man automatisch einen lokalen Dropbox-Ordner mit dem online-Dropbox-Speicherplatz synchronisieren kann. Dropbox kann aber noch mehr: Beispielsweise kann man sich einen Account erstellen und diesen mit einer WordPress-Installation verknüpfen.

Mit dem Plugin WordPress Backup to Dropbox lässt sich das ganz einfach realiseren. Wie der Name schon sagt, nutzt das Plugin dann Dropbox als Backup-Laufwerk. Das Plugin wird dabei über die OAuth API von Dropbox verifiziert. Die Verknüpfung erfolgt also relativ einfach per Button und Login bei Dropbox. Ich habe mir dafür einen eigenen Dropbox-Account angelegt.

In den Einstellungen von WordPress Backup to Dropbox gibt man noch an, wie der Ordner bei Dropbox heißen soll, in dem die Backup-Dateien abgelegt werden sollen (wodurch man den Dropbox-Account auch noch anderweitig nutzen kann, da die Daten nicht direkt im root-Ordner liegen). Außerdem lässt sich einstellen, wann (Tag und Uhrzeit) und wie häufig ein Backup durchgeführt werden soll. Es ist empfehlenswert, ein Backup nachts durchzuführen, wenn die Seite weniger „menschlichen“ Besucher-Traffic hat. Es dürfte eigentlich nicht passieren, dass die Seite während des Backups nicht erreichbar ist, aber um sicherzugehen, wählt man einfach einen Zeitraum zwischen 2:00 nachts und 5:00 Uhr morgens.

Man kann auch ein Backup auf Knopfdruck, also sofort, starten – nach der Installation des Plugins sollte man das auf jeden Fall einmal ausprobieren, um auch zu überprüfen, wie viel Speicherplatz benötigt wird. Wie schon geschrieben, sollten die kostenlosen 2 GB aber ausreichen.

Wenn man die Dropbox Software installiert hat und diese mit dem Online-Account verknüpft ist, fährt man sogar doppelt sicher, da das WordPress-Backup dann auch noch mal lokal synchronisiert ist. Man hat die Backup-Dateien also einmal online bei Dropbox liegen und auch noch lokal auf dem Rechner gespeichert. Damit sollte ein Datenverlust kaum noch möglich sein.

Neben der MySQL-Datenbank, die beim Backup standardmäßig im Verzeichnis /wp-content/backups/ abgelegt wird, werden auch sämtliche Dateien und Ordner der WordPress-Installation gesichert. Auch der Ordner /wp-content/ inklusive Plugins, Themes und den Mediathek-Dateien. Eine Komprimierung der Dateien findet zugunsten der Performance vorher nicht statt. Dafür werden bei nachfolgenden Backups nur Dateien gesichert, die sich seit der letzten Sicherung geändert haben.

Weitere Informationen zum Plugin finden sich auch beim Entwickler unter http://www.mikeyd.com.au/projects/wordpress-backup-to-dropbox/.

Bei mir werden übrigens nach dem Backup von wp-magazin.info 1,7% des Gesamtspeicherplatz verbraucht (etwa 35 MB) – da kann ich also noch eine Menge Artikel schreiben und viele Bilder hochladen, bis ich an die kostenlose 2 GB Grenze stoße.

Autor: Thomas

Thomas beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit der Blog-Software WordPress. Dabei konnte er ein umfassendes Wissen aufbauen und kennt sich sowohl mit dem Backend als auch mit dem Frontend und den vielen Erweiterungsmöglichkeiten aus.

10 Kommentare

  1. Auch wenn das Backup extrem praktisch ist, sollte man das ganze datenschutztechnisch hinterfragen. Schließlich werden die persönlichen Daten der Kommentatoren auf einen Server einer amerikanischen Unternehmens gespielt. Ähnliche Situation wie bei Google Analytics und Co, doch hier werden kritischere Daten übermittelt.

  2. Das Plugin scheint auf einigen Servern nicht korrekt zu laufen, der Update-Prozess bricht ab. Leider auch bei mir.

    Mein Error-Log gibt folgendes aus:

    [Sun Jul 17 09:51:26 2011] [error] [client xxx] ALERT - script tried to increase memory_limit to 268435456 bytes which is above the allowed value

    Auch mit Version 0.9 Beta 1 keine Veränderung. Schade, aber behalte das Plugin im Auge.

  3. Ich habe backup to dropbox und backwpup in meinen Blogs getestet und finde zweiteres das bessere Plugin für Backups, da es nciht nur auf Dropbox einschränkt. Man kann damit auch zu Amazon, in einen FTP Ordner, an eine Email und weitere Möglichkeiten seine Daten sichern. Gruß Florian

  4. auch meine beiden hoster haben ihre servereinstellungen so das das plugin leider nicht durcharbeiten kann. wirklich schade, die idee alles direkt auf dropbox zu backuppen ist genial

  5. Ein interessantes Plugin und eine klasse Idee, habe es gerade getestet. Das Backup hat bis auf eine kleine Fehlermeldung gut geklappt. D.h., es wurde eine WordPress-Datei nicht mit gesichert. Allerdings ist mir das nicht wichtig, denn die Installationsdaten habe ich sowieso auf meinem Rechner.

    Hier die Feshlermeldung:
    Backup warning: Could not upload ‚/…/wp-includes/pomo/streams.php‘ due to the following error: Unable to connect to tcp://api-content.dropbox.com:80. Error: Connection timed out

  6. Ich bin mir nicht sicher, ob ein Backup bei Dropbox und Co sinnvoll ist. Ich erinnere nur zu gerne an die NSA-Affäre, die gerade überall in den Nachrichten vorherrscht.

  7. Bin bei der Suche nach einem Backup-Plugin hier gelandet. Vielen Dank für die hervorragende Lösung! Ist quasi genau das was ich mir erhofft habe.

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